Städtisches Luisengymnasium München

Evangelische Religionslehre

ins Gespräch kommen

Herzlich willkommen !

Warum und wozu eigentlich  

sollte man den evang. Religionsunterricht besuchen ? -> hier erfahren.

 


Und um diese Themen geht es:

Im Evangelischen Religionsunterricht am Luisengymnasium wollen wir mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen – über den christlichen Glauben und seine Geschichte, über ethische Fragen, über andere Religionen und aktuelle Themen. Dabei ist kritisches Nachdenken und -fragen erlaubt und erwünscht.

Es geht auch darum, den Anliegen unserer Kinder und Jugendlichen auf die Spur zu kommen. Wir suchen gemeinsam nach Antworten und unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, sich selbst zu finden und sich in der pluralen Welt zu orientieren.

Der Religionsunterricht stellt einen wichtigen Beitrag zur gymnasialen Bildung dar. Kinder und Jugendliche pflegen hier den Umgang mit zentralen biblischen und christlichen Texten, die das Abendland nachhaltig geprägt haben.

Zudem eröffnen Diskurse über vielfältige Themen die Chance, eigene religiöse Standpunkte zu findenund für diese einzutreten.

Dabei können Schülerinnen und Schüler erfahren, wie befreiend die Botschaft des Evangeliums ist.

Orientierung bietet auch die Begegnung mit zentralen Gestalten der Kirchengeschichte und der Bibel.

Um die Qualität des Evangelischen Religionsunterrichts weiterhin zu verbessern, legen wir Wert auf den Erwerb von Grundwissen und –fertigkeiten.

Die Evangelische Religionslehre ist aber nicht zuletzt auch ein spirituelles Fach. Dies kommt z.B. in christlichen Gebeten, Liedern und Kurzmeditationen zum Ausdruck.

 

Was Ihre Kinder im Fach evang. Religionslehre erwartet, finden Sie auch

hier im Fachprofil des bayer. Lehrplans.

 

Weihnachtsgottesdienst

Online-Weihnachtsgottesdienst 2020

Wegen der Pandemie konnten wir - so wie kurz vor den Sommerferien, nun auch kurz vor Weihnachten - leider keinen Weihnachtsgottesdienst in der Kirche feiern. Als Alternative hatten wir uns eine Installation in der Aula überlegt: Schüler*innen durften ihre Gedanken und Wünsche für dieses Weihnachtsfest in Wort und Bild auf einem Stück Papier festhalten, welches wir dann in der Aula aufhängen wollten. Aber auch hier kam uns die Pandemie mal wieder in die Quere und der Shutdown zuvor. Nun werden wir also richtig digital und feiern unseren Weihnachtsgottesdienst hier auf der Homepage, und die ganze Welt darf mitfeiern und sich an den Wünschen und Hoffnungen, die hier kommuniziert werden, erfreuen. Unter folgendem Link könnt ihr bzw. Sie sich zwei Gedichte, Bilder, Gedanken und Wünsche für dieses Weihnachtsfest, das anders ist, als die anderen, ansehen.

Wir wünschen dir und Ihnen (und euch beiden) frohe und gesegnete Weihnachten in dieser ungewöhnlichen Zeit und einen guten Rutsch in ein besseres, schönes, erfolgreiches und möglichst gesundes neues Jahr 2020! Passt auf euch und eure Mitmenschen auf!

Herzlich,

Eure Fachschaften evangelische und katholische Religion 

Unter dem folgenden Link findet ihr ein großes PDF mit 96 Blättern und vielen Gedanken zum diesjährigen Weihnachtsfest. Unbedingt ansehen! (etwas warten beim Download, es sind etwa 30 MB)

 

Und hier noch zwei Gedichte zum diesjährigen Weihnachten:


Weihnachten 

Draußen in den dunklen Straßen,

kriecht die Kälte durch die Stadt

da, wo grad noch Menschen saßen

jetzt nur Leere, starr und matt.

 

Drinnen Wärme, Feuer, Kerzen

Bringen Glück in die vier Wände,

Musik erfreut die müden Herzen

Alle reichen sich die Hände.

 

Doch klar, es sind nur 10 Personen

Mehr nicht, das wäre doch verboten

Wir wollen ja die Ärzte schonen

wie immer gibt’s ein paar Idioten

 

Nur einer ist allein zu Haus

Dies Jahr bleibt er in Quarantäne

und schaut frustriert zum Fenster raus,

dass niemand ihm das übelnähme.

 

Er schmeißt den Mantel in die Ecke

und legt sich schlafen auf sein Kissen

dass Rudolph nächstes Jahr ihn wecke

Wer’s ist, ihr werdet es längst wissen.

 

Benjamin


Allein auf der Straße

 

Leere Straßen weit und breit,

Corona sind wir alle leid.

Die Häuserfronten lachen mich an,

auch wenn ich nicht Schlittschuhlaufen kann.

 

Letztes Jahr zur Weihnachtszeit

gab es hier Gelächter weit und breit.

Mit Bratwurstsemmel in der Hand

stand man neben einem weihnachtlich geschmückten Stand.

 

In diesen Zeiten davon keine Spur

graue Tristesse rund um die Uhr.

Pinguine gegen einen Sturz auf dem Eis;

die Freude zahlt einen hohen Preis.

 

Abstandsregeln und Maskenplicht

verdecken jedes schöne Gesicht.

Der Karlsplatz ist fast menschenleer,

selbst die Tauben sieht man nicht mehr.

 

Doch unverändert wird offenbar,

Armut und Not sind immer da.

Der Kaffeebecher ist bis zu Boden leer;

die Zeit für diese Menschen besonders schwer.

 

 

Emil Bodensteiner, 10a

Die Maske und ich

TRAGEN SIE MASKE ? STUFEN DER MORALISCHEN ENTWICKLUNG

Lawrence Kohlberg, us-amerikanischer Psychologe, hatte die Stufentheorie der moralischen Entwicklung formuliert.

Ihr zufolge begründen Menschen ihr Verhalten unterschiedlich, je nachdem, auf welcher moralischen Entwicklungsstufe sie sich befinden.

Es gibt im Wesentlichen sechs von diesen Entwicklungsstufen.

Schauen wir uns interessehalber mal an, wie Menschen auf verschiedenen Stufen die folgende Frage beantworten würden:

„Soll man eine Maske tragen, um andere Menschen nicht mit dem Coronavirus zu infizieren ?“

Präkonventionelles Stadium:

Stufe 1: Orientierung an Strafe und Gehorsam:

„Ich trage eine Schutzmaske, um keine Strafe zu bekommen !“

Stufe 2: Do ut des Prinzip – wie du mir, so ich dir.

„Ich trage eine Schutzmaske, aber nur, wenn alle eine tragen !“

Konventionelles Stadium:

Stufe 3: Orientierung an personengebundener Zustimmung: man will good girl / good boy sein in den Augen Anderer.

„Ich trage eine Schutzmaske, damit andere etwas von mir halten und nicht denken, ich sei komisch !“

Stufe 4: Orientierung an Recht und Ordnung und Autorität.

„Ich trage die Schutzmaske, weil der Staat und seine Gesetze es so verlangen.“

Postkonventionelles Stadium:

Stufe 5: Orientierung am Sozialvertrag, teils mit utilitaristischen Zügen. Individuelle und gesellschaftliche Standards und Rechte werden kritisch geprüft und akzeptiert.

„Ich trage die Schutzmaske, obwohl es meine individuellen Rechte zwar einschränkt, aber weil es der Gemeinschaft nützt und das Recht auf Leben im Generellen respektiert, wenn ich so handle.“

Stufe 6: Allgemeingültige Prinzipien der Gleichheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde.

„Ich trage die Maske, weil jeder Mensch dasselbe Recht auf körperliche Unversehrtheit haben soll.“

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Quellen: Wikipediaarbowis.chStangl

Pfingsten und der Turmbau zu Babel. Was beides miteinander zu tun hat.

Im Alten Testament findet sich eine Geschichte, welche die Hybris des Menschen darstellt. In Babylon, also dort, wo im 6. Jahrhundert vor Christus die israelitische Oberschicht, nachdem sie von Nebukadnezar dorthin verschleppt worden war, ihr Dasein fristen muss, soll sie spielen, diese Geschichte.

Die Babylonier, die an den Kriegsgott Marduk glauben, der seine Mutter in einem Kampf tötete, die sogenannte Tiamat, und aus ihr die Erde und die Menschen formte, aus Blut und Fleisch, sind Eroberer.

Die jüdischen Priester entwerfen einen Gegentext zu diesem Kriegsgott, die Schöpfungsgeschichte ganz zu Beginn der Bibel in der Genesis. Ihrer Sicht nach ist Gott ein guter Gott, der das Chaos beseitigt und Ordnung schafft. Seine Welt ist kein Krieg und Kampf, sondern sie ist sehr gut. Er ist derjenige Gott, der Krieg und Kampf beseitigt und Frieden schafft.

Ebenfalls im Alten Testament findet sich die Hybris des Menschen, die Hybris der Babylonier, die einen Turm bauen wollen so hoch, dass er bis zum Himmel reiche. Nach antiker Vorstellung befindet sich oben im Himmel Gott. Gott lässt dies nicht mit sich machen und verwirrt die Sprachen all derjenigen Menschen, die am Bau beteiligt sind. Daraufhin zerstreuen sich die Menschen in alle Himmelsrichtungen und die menschliche Sehnsucht danach, selbst Gott spielen zu können, bricht zusammen.

Ganz anders die Pfingsterzählung im neuen Testament in der Apostelgeschichte, Kapitel 2.

Dort ergreift der Heilige Geist, also die Gegenwart Gottes, die Jünger, also die Anhänger Jesu, sodass sie in fremden Sprachen sprechen können.

Einige Leute verstehen dies wortwörtlich, weiter kommt man aber, wenn man eine symbolische Sichtweise zugrunde legt.

Während sich beim Turmbau von Babel die Menschen selbst zu Gott machen wollten, akzeptieren sie in der Pfingstgeschichte, dass Gott derjenige ist, der alles geschaffen hat, derjenige, der jeden Menschen zu einem Ebenbild Gottes gemacht hat. Sie akzeptieren Gott als einen guten Gott. Infolgedessen gehen die Jünger, beseelt und entflammt von dieser Erkenntnis, mit ihren Mitmenschen unvoreingenommen und gut um. Das hat zur Folge, dass man sich versteht. Sprach man vorher noch verschiedene Sprachen in der Hinsicht, dass jeder versuchte, seinen eigenen Willen durchzudrücken, respektiert man sich nun gegenseitig, sieht also jeden Menschen so an, als würde man in ihm einen Gedanken Gottes erkennen. Es ist also so, als würde man sich in der gleichen Sprache unterhalten, es ist so, dass man sich versteht.